Gratulation: Stefan Giers und Susanne Gabriel erhalten Münchener Förderpreis für Architektur 2009
München, 8. Mai 2009 - Wir gratulieren unseren Kunden Stefan Giers und Susanne Gabriel zur Auszeichnung mit dem Förderpreis für Architektur 2009 der Landeshauptstadt München! Der Architekt und Stadtplaner Stefan Giers und die Landschaftsarchitektin Susanne Gabriel erhalten den Preis insbesondere für ihr Projekt "Landmarke Lausitzer Seenland".
Projekt des Münchner Architekten Stefan Giers wird eröffnet: "Landmarke Lausitzer Seeland"
Gratulation: Graphisoft-Kunden als Wettbewerbsgewinner
Stefan Giers und Susanne Gabriel: Architektur & Landschaft
Internationale Bauausstellung (IBA) Fürst-Pückler-Land
Förderpreise 2009 der Landeshauptstadt München
Die Landeshauptstadt München vergibt alle zwei Jahre jeweils zwei Förderpreise für Angewandte Kunst und Bildende Kunst und jeweils einen für Architektur und Fotografie. Mit den Förderpreisen werden künstlerisch herausragende Leistungen bzw. ungewöhnliche Positionen in den o.g. Sparten ausgezeichnet. Entscheidend für die Beurteilung sind die aktuellen Leistungen und das bisherige Schaffen der Künstlerinnen und Künstler, die in München oder der Region München leben bzw. deren Schaffen mit dem Kulturleben Münchens eng verknüpft ist.
Begründung der Jury
Der Architekt Stefan Giers und die Landschaftsarchitektin Susanne Gabriel begründeten im Jahr 2000 das Büro Architektur & Landschaft als Plattform für gemeinsame Wettbewerbsbeiträge und die Entwicklung des eigenen Arbeitens und Denkens. Sie stehen stellvertretend für eine Generation, die in München wenig Chancen für den Einstieg in eine eigenständige Existenz hatte. Neben einigen Anerkennungen, Preisen und Ankäufen in Wettbewerben gelang 2005 schließlich der Gewinn des europaweit ausgeschriebenen Wettbewerbs zu einer "Landmarke" für das Lausitzer Seenland.
Mit diesem 2008 fertiggestellten ersten (und bisher einzigen) eigenen Projekt gelang den beiden gleich ein großer Wurf: die simplen Anforderungen eines "Aussichtspunktes" - eine Treppe und eine Aussichtsterrasse - wurden in eine begehbare Skulptur umgesetzt, deren radikal reduzierte Außenform im begehbaren Inneren eine erstaunliche Vielfalt von Raumerlebnissen bereithält. Die Souveränität, mit der hier anhand einfachster Mitteln - vor Ort verschweißten dünnen Cortenstahlplatten - eine bei aller Größe nicht überwältigende, sondern spielerische Monumentalität erreicht wurde, ist beeindruckend. Die Rohheit des industriellen Materials und die sichtbar belassenen Markierungen und Bearbeitungsspuren stehen zeichenhaft für die industrielle Vergangenheit der umgebenden Seenlandschaft, die aus aufgelassenen Braunkohletagebauflächen besteht. Durch eine komplexe, hinter der scheinbaren Einfachheit der Hülle verborgene Aussteifungskonstruktion wurde der gewicht- und kostensparende Einsatz von nur 6 bis 10 mm dünnen Stahlplatten ermöglicht. Diese Dünnwandigkeit der eingesetzten Stahlteile führt dazu, dass diese beim Begehen der Treppen in Schwingung geraten - die Besucher erleben so beim Auf- und Abstieg ein "industrielles" Klangkonzert. Eine poetische und stimmungsvolle Architektur, die mit der Landschaft eine sich gegenseitig verstärkende Einheit bildet.
Dieses "Erstlingswerk" von Stefan Giers und Susanne Gabriel macht Lust auf mehr.
Die Jury
Wolfgang Brune, Prof. Ingrid Burgstaller, Michaela Busenkell, Martina Günther, Muck Petzet; Bernhard Peck und aus dem Stadtrat Dr. Reinhard Bauer, Ursula Sabathil, Walter Zöller.
Foto: Stefan Giers
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