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Projekt des Münchner Architekten Stefan Giers wird eröffnet: "Landmarke Lausitzer Seeland"

Giers LandmarkeMünchen/Senftenberg, 10. Oktober 2008 - Am 23. Oktober 2008 um 17.30 Uhr wird die 30 Meter hohe "Landmarke Lausitzer Seenland" am Sornoer Kanal als Höhepunkt im IBA-Themenjahr "Seensucht Lausitz" feierlich eröffnet werden. Für eine besondere Inszenierung werden die italienischen Künstler Guiseppe Ielasi und Renato Rinaldi sorgen. Sie werden die Landmarke zum Klingen bringen. Darüber hinaus soll auch der Kanal bespielt werden.

Die "Landmarke Lausitzer Seeland" stellt einen baulichen und touristischen Meilenstein im Rahmen des IBA-Projekts "Wasserlandschaft Sedlitzer See" dar. Diese Internationalen Bauausstellung begleitet den beispiellosen Landschaftsumbau in der Niederlausitz.

Die Landmarke symbolisiert den Wandel der Region von einer Bergbau- zu einer Seenlandschaft und setzt auch ein sichtbares Zeichen für die Entwicklung der schiffbaren Kanäle. Ein vielfältiges Netz aus Land- und Wasserwegen soll zukünftig die Lausitzer Seenlandschaft für Besucher und Bewohner zugänglich und attraktiv machen. In diesem Zusammenhang hat die neue "Landmarke Lausitzer Seeland" zwei besondere Aufgaben:

Als Skulptur in der flachen, weitläufigen Landschaft markiert die Landmarke einen besonderen Ort. Sie bildet einen Orientierungspunkt. Besucher werden nach 162 Stufen mit einem grandiosen Ausblick auf den Sedlitzer, Geierswalder und Partwitzer See belohnt. Von der Aussichtsplattform in 30m Höhe bietet sie dem Besucher einen Rundblick über das Land und seine topographischen Zusammenhänge.

Mit ihrer rohen, ungeschliffenen Form markiert die Landmarke den Zeitraum des Wandels vom Braunkohletagebau zur Seenlandschaft. Der Aussichtsturm aus Cortenstahl wird durch Witterungseinflüsse eine ausdruckstarke rotbraune Patina erhalten. Wenn sich in einigen Jahren die Tagebaulöcher in idyllische Seen mit grünen Ufern verwandelt haben, wird die Landmarke als roher Markstein an die bewegte Historie der Region erinnern.

Mit seinem Entwurf war der Münchner Architekt Stefan Giers aus dem von der IBA und der Stadt Senftenberg im Jahr 2005 veranstalteten, internationalen Wettbewerb unter 146 Teilnehmern einstimmig als Sieger hervorgegangen. Auszug aus dem Protokoll des Preisgerichts:

"Die Form, die reduzierte Materialsprache, die Exposition an der Uferkante, sind prägende Parameter dieses minimalistischen Entwurfes. Gerade die Spannung, die durch die unterschiedliche Plastizität erreicht wird - Seeseite große geschlossene Form, Uferseite Skulptur der Treppe - weisen der Arbeit eine große Originalität zu. Das Material kann altern und bleibt doch Zeichen im großen postindustriellen Landschaftsraum. Geschichte der Landschaft und Aufmerksamkeit für die große zusammenhängende Seenkette werden mit diesen Zeichen erreicht, gestützt. Der Turm wird weniger "Himmelsleiter". Vielmehr wird der Turm zum Erzählort über die Landschaft, für die Menschen der Region wie für Gäste aus der Welt. Die Höhe ist mit rund 30m über Gelände ausreichend für die weite Sicht in die Weite der Landschaft. Der Freiraum ist im Ansatz unaufgeregt gestaltet und so läßt er der Landschaft den Vorrang."

Unser Kunde Stefan Giers arbeitet sein langen Jahren mit ARCHICAD. Wir gratulieren zu diesem herausragendem Projekt!

Giers Tagebau

2004-2005 europaweiter Planungswettbewerb
Fertigstellung: Oktober 2008
Bauherr: Stadt Senftenberg, 01968 Senftenberg
Projektträger: LMBV mbH, 01968 Senftenberg
Architekt: Architektur & Landschaft, Stefan Giers, Architekt + Stadtplaner, München

www.iba-see.de

Fotos: Stefan Giers


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